Canyoning

Canyoning – oder Schluchteln oder Schluchtenwandern, wie es auch genannt wird ist die Actionsportart schlechthin, welche die beeindruckende Bergwelt mit dem Element Wasser verbindet.

Bei diesem Abenteur begeht man die Schluchten von oben nach unten in unterschiedlichsten Varianten. Man seilt sich ab, klettert, springt, rutscht oder schwimmt.

Das Canyoning etablierte sich in den 90er Jahren als Abenteuersportart in Südfrankreichund Spanien. In den letzten Jahren setzte sich dieses Erlebnis auch in Österreich durch. In Amerika ist es eher als Canyoneering bekannt und es waren auch die Europäer, die ihm den Entswicklungsschub jenseits des großen Teichs gaben.

Das Aufregendste am Canyoning ist ohne Zweifel der sportliche Reiz und das Abenteuer, aber auch das Naturerlebnis zieht viele Besucher in die Felsschluchten. Wer den Canyoning-Sport ausübt, muss spezielle Seiltechniken beherrschen und ein tiefgründiges Wissen über die regionalen Wasser- und Wetterbegebenheiten haben.

Einzelne Naturschützer stehen dem Canyoning sehr kritisch gegenüber, weil sich Menschen in Teile der Natur vorwagen, die bislang unberührt blieben. Dem entgegnen begeisterte Anhänger des Canyonings, dass die Hochwässer, die teils mehrmals pro Jahr vorkommen, die Schluchten mehr verändern als der Einfluss der Alpinsportler, die die Canyons bezwingen.

Wer diese Actionsportart ausüben möchte, der sollte keine Höhenangst haben und über eine gute Trittsicherheit verfügen. Außerdem braucht man eine gute Kondition und ein gutes Wissen und Können in der Verwendung von Seilen, dem Bewegen im Wildwasser, der Erfassung von Wetterlagen, sowie in der Ersten Hilfe.

Als Ausrüstung benötigt man neben Neoprenhose, -jacke und socken auch eine gutes Schuhwerk, einen alpinen Helm, einen Canyongurt, einige Karabiner, ein Abseilgerät mit Klappschlinge, Geräte, mit denen man den Aufstieg am Seil bezwingen kann, ein Klappmesser, eine wasserdichte Tonne für das Erste-Hilfe-Material, Arbeits- und Notseile, ein Handbohrset mit Verankerungen und Schlingenmaterial sowie einen canyontauglichen Rucksack.

Es empfiehlt sich auf jeden Fall, diese Sportart in einer geführten Tour eines komerziellen Anbieters kennenzulernen.